Ausreichend trinken: Welchen Einfluss Wasser bei der Diät hat

Autor: Datum: 21.März 2017

Wir wissen alle, wie gesund und überlebenswichtig Trinken für unsere Gesundheit ist. Die Experten raten zu 1,5 bis 2,5 Litern am Tag. Aber warum eigentlich?

Unser Körper besteht zu 50-65 Prozent aus Wasser und ohne das flüssige Nass ist keine einzige Reaktion im Körper vorstellbar. Selbst so trockene Körperteile wie Knochen oder Zähne benötigen 20 bis 25 Prozent Wasser. Wer sich wenig bewegt oder in seiner Mobilität eingeschränkt ist, speichert durch Muskelschwund nur noch 45 Prozent Wasser im Körper, entsprechend reduziert sich seine Stoffwechselleistung: Pro Prozent Körperwasserverlust sinkt der Energieverbrauch um etwa 1 Prozent – zum Beispiel von 2000 auf 1980 Kalorien. Umgekehrt steigt die Kalorienverbrennung prozentual mit der Körperwasserzunahme, da diese auf Muskelmassezuwachs beruht. Trinken und Bewegung – beides zusammen muss stimmen.

Körper im Gleichgewicht

Für unser Wohlbefinden ist ein ausgeglichener, mit ausreichend Flüssigkeit versorgter Organismus von großer Bedeutung:

  • er sorgt für Erfrischung und Abkühlung (Schweißabsonderung)
  • er unterstützt unsere Immunabwehr (Mund- und Atemluftbefeuchtung)
  • er befreit den Körper von Giftstoffen und Altlasten (Harn, Stuhl, Schweiß)
  • er transportiert Sauerstoff und Nährstoffe zum Einsatzort (nur in flüssiger Lösung möglich)
  • er spült die Nieren kräftig durch
  • er bringt die Verdauung auf Trab
  • er hält das Blut flüssig (Schutz vor Lungenembolie, Herzinfarkt, Schlaganfall)
  • er strafft die Haut
  • er hilft sogar beim Schlankwerden und -bleiben

(Während des Schreibens hatte ich plötzlich großen Durst, ich wette, es geht Ihnen beim Lesen auch so;)

Richtige Trinkmenge

Voraussetzung dafür ist aber ein ständiges „Auffüllen“ der Flüssigkeitsmenge im Körper. Rund 2,5 Liter gehen täglich über Harn, Stuhl, Schweiß und Atemluft verloren (30 ml pro kg Körpergewicht) und genau die müssen wieder zugeführt werden. Aus fester Nahrung schöpft der Körper bereits einen Liter, die restlichen 1,5 bis 2 Liter müssen in flüssiger Form dazukommen. Während der Precon Diät ist die feste Nahrung nur auf eine Mahlzeit beschränkt, deshalb empfehlen wir eine Trinkmenge von mindestens 2 Litern. Es gilt nämlich: Lieber zu viel als zu wenig. Gesunde Nieren können pro Stunde fast einen Liter Wasser filtern.

Trinken wird einfach vergessen

Nicht das Zuviel, das Zuwenig Trinken ist das Problem. Viele Menschen vergessen einfach zu trinken. Weil ihre Sensoren den Durst nicht (mehr) verlässlich signalisieren, kommen sie nicht einmal auf das notwendige Quantum von einem Liter. Das ist die Mindestmenge, die der Körper braucht, um seine Stoffwechselfunktionen aufrechtzuerhalten und die Nieren gut durchzuspülen. Wer davon betroffen ist, tut gut daran, sich einen Trinkplan aufzustellen und diesen zu befolgen.

Was passiert, wenn ich zu wenig trinke?

Neben Darmträgheit können chronische Wenigtrinker Nierenfunktionsstörungen, Bluthochdruck und dickflüssiges Blut mit entsprechendem Infarktrisiko entwickeln. Im Alter steigt zudem die Sturzgefahr, da Wassermangel zu Schwindel und Gleichgewichtsbeschwerden führen kann. Wie abhängig wir vom Wassertrinken sind, zeigt natürlich auch die Tatsache, dass wir maximal fünf Tage ohne Wasser, aber ca. 60 Tage ohne Nahrung auskommen können.

Wer schlank sein will, muss trinken

Trinken Sie am besten vor jeder Mahlzeit und dazwischen ein großes Glas Wasser oder Tee. Dadurch können Sie ein kurzfristiges Sättigungsgefühl erreichen. Das beugt Heißhungergelüsten vor und hilft, dass Esstempo auf „genüsslichem“ Niveau zu halten.

Selbsttest: Haben Sie genug getrunken?

Nehmen Sie ein Stück Haut, z.B. vom Ellenbogen, zwischen Daumen und Zeigefinger. Ziehen Sie es hoch und lassen Sie es spontan los. Wenn Sie ausreichend mit Flüssigkeit versorgt sind, verschwindet die Falte schnell wieder. Je länger ein Hauthügel sichtbar ist, desto mehr Trockenheit herrscht im Körper. Spätestens dann sollte die Trink-Alarm-Glocke klingeln.

Weg mit den Giftstoffen

Gerade beim Abnehmen ist es wichtig, viel zu trinken –   empfohlen werden mindestens 40 ml pro kg Körpergewicht, also 2 bis 3 Liter täglich. Denn beim Abbau körpereigener Reserven werden Abfallstoffe frei, die über die Nieren entsorgt werden müssen.

Trinken aktiviert den Stoffwechsel

Das haben Forscher der Berliner Charité entdeckt: Tranken Normalgewichtige auf nüchternen Magen 0,5 Liter zimmerwarmes Wasser, so stieg ihr Energieverbrauch kurz darauf um ca. 30 Prozent. Dies hielt eine halbe Stunde an, gleichbedeutend mit einem Mehrverbrauch von ca. 40 Kalorien.

Mehr trinken, weniger essen

Wer täglich 2000 bis 3000 Kilokalorien zu sich nimmt, nimmt über die Nahrung bereits eine  Menge Wasser auf. Im Körper selbst entstehen dann durch Verarbeitungsprozesse weitere 0,2 bis 0,3 Liter Wasser. Deshalb kommen Vielesser oft mit weniger Getränken aus. Umgekehrt fordert eine reduzierte Nahrungsaufnahme mehr Flüssigkost ein.

Durst statt Hunger

Hunger ist häufig auch verkannter Durst. Denn die Symptome Kopfschmerzen, Konzentrationsabfall und Leistungsminderung sind denen bei einer Unterzuckerung sehr ähnlich. Deshalb: Bei ersten Anzeichen kann ein Glas Wasser so manches kleine Fitnesswunder vollbringen – und nebenbei Wissensdurst und Denkleistung erhöhen.

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